Schul- und Unterrichtsqualität
Die Erwartungen an die schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit sind vielfältig. Jeder hat unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen davon, was Schule leisten soll und was unter gutem Unterricht und guter Schule zu verstehen ist. Die Vorstellungen über Schulqualität ändern sich dabei kontinuierlich durch gesellschaftliche Entwicklungen, bildungspolitische Zielsetzungen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse.
Als Orientierung für den Dialog vor Ort skizziert der Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen durch die Beschreibung und Strukturierung von Qualitätsmerkmalen ein einheitliches Qualitätsverständnis.
Internationale Schulleistungsuntersuchen verdeutlichen, dass häufig auch eine Umgestaltung des Unterrichts erforderlich ist, um Kinder und Jugendliche auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts vorzubereiten. Die Optimierung der Unterrichtsqualität gehört daher zu den zentralen Aufgaben im Prozess der Qualitätsentwicklung von Schule.
Bildungsfonds
Der Kreistag des Landkreises hat in seiner Sitzung am 22.04.2021 die Einführung eines Bildungsfonds zum Schuljahr 2021/2022 beschlossen.
Aus den Mitteln des Bildungsfonds werden
a. Projekte und Aktivitäten der außerschulischen Bildung, sofern sie den Zielen der Bildungsregion Landkreis Vechta dienen, sowie Besuche außerschulischer Lernorte
und
b. Bildungsangebote von Vereinen und Verbänden zur Erhöhung der Sicherheit in der Jugendarbeit
gefördert.
Anlage (Antrag Bildungsfonds)
Auch im aktuellen Schuljahr können wieder Anträge an den Bildungsfonds gestellt werden.
Änderungen bei der Beantragung und Bewilligung von Mitteln aus dem Bildungsfonds (01.04.2026):
Die Kalenderjahre bzw. die Mittel des Bildungsfonds werden fortan in vier Bewilligungszeiträume (Quartale) aufgeteilt. Je nachdem, wann die zu fördernde Veranstaltung stattfinden soll, gelten bestimmte Antragsfristen, die Sie der folgenden Tabelle entnehmen können. Geht ein Antrag nach Ende einer Antragsfrist bei uns ein, wird dieser nachrangig behandelt und muss ggf. aufgrund der Fristüberschreitung abgelehnt werden.
Bewilligungszeitraum | Zeitraum der Durchführung (Besuch eines außerschulischen Lernorts, Projekt) | Späteste Antragsfrist (Eingang in der Geschäftsstelle) |
Q4 / 2026 | 01.10.2026 – 31.12.2026 | 30.06.2026 |
Q1 / 2027 | 01.01.2027 – 31.03.2027 | 30.09.2026 |
Q2 / 2027 | 01.04.2027 – 30.06.2027 | 31.12.2026 |
Q3 / 2027 | 01.07.2027 – 30.09.2027 | 31.03.2027 |
Q4 / 2027 | 01.10.2027 – 31.12.2027 | 30.06.2027 |
Wenn Sie also beispielsweise eine Exkursion planen, die am 15.10.2026 stattfinden soll und für die Sie eine Förderung aus den Mitteln des Bildungsfonds beantragen wollen, muss Ihr Antrag spätestens am 30.06.2026 bei uns im Bildungsbüro eingegangen sein, um primär berücksichtigt zu werden.
Zudem wurde eine Änderung beschlossen, die konkret und ausschließlich Anträge zur Förderung von Projekten der außerschulischen Bildung betrifft:
- Themen- bzw. inhaltsgleiche Projekte eines Antragstellers, für die bereits ein Antrag auf Förderung durch Mittel aus dem Bildungsfonds von der Steuerungsgruppe bewilligt wurde, können im Wiederholungsfalle grundsätzlich nur ein weiteres Mal gefördert werden.
- Nach zwei Förderungen desselben Projektes ist eine erneute Förderung grundsätzlich ausgeschlossen, unabhängig vom Schuljahr oder geringfügigen Variationen in der Durchführung.
- Eine erneute Förderung kann nur erfolgen, wenn das Projekt inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt wurde und dies im Antrag nachvollziehbar dargestellt wird.
Wenn Sie also bspw. in den Jahren 2024 und 2026 für Ihr (hier fiktives) Projekt „Lego ohne Ego“ jeweils eine Förderung aus den Mitteln des Bildungsfonds erhalten haben, dann ist eine weitere Förderung dieses konkreten Projektes aus Mitteln des Bildungsfonds fortan ausgeschlossen.
Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Qualitätsoffensive Lehrerbildung wurde ins Leben gerufen, um die Qualität der Lehrerbildung in Deutschland zu verstetigen und in allen Bundesländern und Universitäten sowie Hochschulen vergleichbar zu gestalten.
Seit 2015 unterstützt das BMBF Hochschulen und Universitäten bundesweit bei Profilierung und Optimierung der Strukturen der Lehrerbildung, die Verbesserung der Praxisbezüge im Lehramtsstudium, zielgruppengerechte Angebote der Beratung und Begleitung im Studium, der Umgang mit Heterogenität und Inklusion sowie die Verbindung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft. Seit 2020 sind auch die Bereiche "Digitalisierung in der Lehrerbildung" und "Lehrerbildung für die beruflichen Schulen" hinzugekommen.
Auf ihren Seiten finden sich Handreichungen, Projektberichte und - beschreibungen sowie Veranstaltungs- und Fortbildungshinweise.
Lehrerfortbildungen
Ein Baustein dabei ist die Lehrerfortbildung. Die Lehrerfortbildung wurde ab 2012 in wesentlichen Teilen neu organisiert. Die regionalen Fortbildungen wurden neun Kompetenzzentren übertragen. Jedes Kompetenzzentrum ist für eine festgelegte Region Niedersachsens zuständig und für die Entwicklung, Organisation, Durchführung und Evaluation der von ihm angebotenen regionalen Fortbildung für öffentliche Schulen verantwortlich.
Für die Bildungsregion Vechta ist das Kompetenzzentrum Lehrerfortbildung der Universität Vechta zuständig. In der Veranstaltungsdatenbank des Landes Niedersachsen können aktuelle Fort- und Weiterbildungen gesucht und gebucht werden.
Schulentwicklungsberatung
Das Land Niedersachsen begleitet diesen Prozess durch seine vielfältigen Angebote zur Schulentwicklung. Zudem unterstützt es die Aktivitäten der Schulen zur systematischen Entwicklung der Unterrichtsqualität:
- für Grund-, Haupt-, Förder-, Ober- und Realschulen
- für Gymnasien
- für Berufsbildende Schulen
Bildung 2040 – Zusammen – Zukunft - Machen
Die Initiative Bildung 2040 möchte Menschen vor Ort dazu anregen sich Gedanken über eine gute Bildung in ihrer Region zu machen. Dazu hat sie unterschiedliche Instrumente zur Partizipation entwickelt. Die Ergebnisse aller Aktionen werden gesammelt, ausgewertet und sollen helfen die Bildungslandschaft zukunftsfähig zu machen.
Bildungserfolg und Ganztagsschule
Der Ausbau von Ganztagsschulen gilt als ein wichtiger Schritt beim Abbau von Bildungsbenachteiligung und auf dem Weg zu einem gerechteren Bildungssystem.
Die Erwartungen sind hoch: weniger Schulabbrüche, weniger Klassenwiederholungen, bessere Ergebnisse.
Viele Ganztagsschulen unternehmen große Anstrengungen, um Motivation, Lernerfolge und Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler zu steigern und damit eine gute Basis für eine Berufsausbildung oder ein Studium zu schaffen. Was können Ganztagsschulen tun, um dieses Ziel zu erreichen? Die Voraussetzungen vor Ort sind zwar sehr unterschiedlich, doch mit der Rhythmisierung des Tages, dem gemeinsamen Mittagessen, der Hausaufgabenbetreuung (oder besser noch der Umstellung auf Lernzeiten) und Angeboten bis in den Nachmittag sind Grundlagen für vielfältige Lernerfahrungen (auch an anderen Lernorten und außerhalb des bisherigen Erfahrungshorizontes) möglich. Viele Schulteams beschäftigen sich mit der Frage, wie ein besonderer Förderbedarf und besondere Talente systematisch entdeckt und gezielt unterstützt werden können. Wie sie fördern können, ohne zu stigmatisieren. Und wie dabei die besonderen Kompetenzen außerschulischer Partner oder unterschiedlicher Professionen in die ganzheitliche Bildung der Schülerinnen und Schüler einfließen können.
Unterstützung erhalten Sie dabei durch das Programm ganztägig bilden durch Materialien, Veranstaltungen, Aufsätze und Informationen.
Schule im Aufbruch
Die Initiative Schule im Aufbruch strebt an, in den Schulen mehr Potenzialentfaltung für Kinder zu ermöglichen. Sie wollen Schulen, die die angeborene Begeisterung und Kreativität von Kindern und Jugendlichen erhalten und fördern. Dazu bedarf es einer neuen Lernkultur, vielfältiger Lernformate und einer wertschätzenden Haltung. Die Initiative steht für eine ganzheitliche und transformative Bildung, wie sie im Weltaktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung von der UNESCO formuliert ist. Es geht um Verantwortungsübernahme für sich selbst, für die Mitmenschen und für unseren Planeten.
Die Initiative Schule im Aufbruch wurde 2012 von Prof. Dr. Stephan Breidenbach, Prof. Dr. Gerald Hüther und Margret Rasfeld gegründet, sie ist ein Netzwerk, in dem sich Schulleiter_innen, Pädagog_innen, Eltern, Schüler_innen, Vertreter_innen der Schulaufsicht und Mitglieder von Universitäten und Hochschulen engagieren.
Durch Erfahrungsaustausch, Best- und Next-Practice-Beispiele, Informationen und unterschiedliche Materialien, Vorträge und Veranstaltungen möchte diese Initiative auch andere inspirieren sich mit der eigenen Schule auf den Weg in die Zukunft des Lernens zu machen.